Frische Luft Und Endlose Weite

Frische Luft und endlose Weite

Frische Luft und endlose Weite sind Balsam für die Seele. In unseren Großstädten passiert allerdings das genaue Gegenteil: es wird uns schnell zu eng, zu laut, zu dreckig. Zu viele Menschen, auf zu kleinem Raum. Vierundzwanzig Stunden am Tag, sieben Tage die Woche ist Halli Galli angesagt, wir hetzen von Termin zu Termin, quälen uns durch überfüllte Straßen und kommen nur selten zur Ruhe.

Auf nach Spitzbergen

Als ich vor ziemlich genau 11 Jahren für eine Fernsehreportage nach Spitzbergen reisen musste, hatte ich keine Ahnung, wie sehr mich dieses Erlebnis prägen würde. Ich hatte keine Vorstellung von Spitzbergen, schon gar nicht von Ny Alesund, dem letzten bewohnten Dörfchen vor dem Nordpol, mit nur rund 30 Einwohner im Winter und 120 Einwohnern im Sommer. Aber kaum angekommen, hatte mich die Insel schon in ihren Bann gezogen. Frische Luft und endlose Weite. Eigentlich die perfekte Fototapete – nur dass es die Wirklichkeit war.

Kennt ihr das?

Auf Geschäftsreise oder im Urlaub, in fremden Hotelzimmern oder ungewohnten Betten in gemieteten Apartments schläft man mindestens die erste Nacht nur mehr schlecht als recht. Mir geht es jedenfalls immer so. Ich gewöhne mich nur langsam an neue Umgebungen. Obwohl ich Jahre lang mehr als die Hälfte des Jahres in Hotels verbracht habe, will sich mein Körper nicht an die ständig wechselnden Situationen gewöhnen. Ich wälze mich in den Laken, drehe mich zum gefühlt tausendsten Mal von der einen auf die andere Seite, schaue auf die Uhr und mache drei Kreuze, wenn es endlich Morgen ist und ich aufstehen darf.

Auf Spitzbergen war das anders

Ich habe noch nie so gut geschlafen wie in meinem kleinen Zimmer, in meinem noch kleineren Einzelbett auf der sehr sehr kleinen Insel kurz vor dem Nordpol. Vielleicht war es die Kälte, vielleicht die frische Luft, vielleicht das bequeme Bett mit der gutriechenden, frisch gewaschen Bettwäsche, vielleicht der gute Rotwein, vielleicht auch einfach nur die Erleichterung, dass uns unsere 8-sitzige Propeller-Maschine sicher auf die Insel gebracht hat und es keine Notlandung im eiskalten Meer geben musste. Einige von uns hatten schon ihr drittes Vater unser gebetet und auf ein Taschentuch einen Abschiedsbrief an ihre Liebsten verfasst. Aber das ist eine andere Geschichte.

Vierzehn Nächte schlief ich auf Spitzbergen wie ein Stein, wachte nicht einmal in der Nacht auf, wälzte mich nicht einmal im Halbschlaf hin und her, schaute nicht auf die Uhr, sondern wurde erst von meinem Wecker geweckt. Das passiert mir normalerweise nie. Keine Kopfschmerzen, keine Wehwehchen. Und das ging nicht nur mir so, sondern unserem kompletten Team.

Noch nie habe ich so tief und frei durchgeatmet, wie kurz vor dem Nordpol. Die Luft war so rein, davon können wir hier in Deutschland nur träumen. Die Landschaft war traumhaft schön, beeindruckende Gletscher, Eisbären in weiter Ferne und Rentiere, die in echt mit ihren kurzen Beinen sehr lustig aussehen.

Warum mich diese Reise so geprägt hat

Die Reise an den Nordpol hat mir deutlich vor Augen geführt, wie wichtig eine intakte Natur ist, wie gut es tut, frische Luft genießen zu können und wie sie manchmal wahre Wunder bewirkt.

Wenn man sich also mal wieder von der Größe der Stadt eingeengt und den Abgasen der Autos verpestet fühlt: raus aus der Stadt, rein in die Natur. Frei durchatmen und neue Kraft tanken, weit ab von all den Neonlichtern und der nicht enden wollenden Hektik. Und vielleicht nehmen wir ja auch ein bisschen dieser Ruhe mit in unseren Alltag… das wär doch was!

Was sind eure Geheimtipps gegen zu viel Halli Galli

Was macht ihr um euren Kopf frei zu bekommen, um neue Energie zu tanken und kreativ sein zu können? Geht es euch auch manchmal so, dass euch der Lärm der Stadt nervt und ihr raus müsst? Wir sind gespannt und freuen uns über jeden Tipp. Kommentiert gerne bei Instagram unter diesen Post oder schickt uns eine Nachricht!

Wilde Grüße von Katharina & Oli

Freiheit

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